Die coolsten Dinge, die 2016 30 Jahre alt wurden (so, wie ich)

Das 2016 in seiner Gesamtheit ein ziemlich, ziemlich bescheidenes Jahr war, ist kein Geheimnis. Besonders popkulturell hat es ordentlich zugeschlagen. Ein Grund mehr, zu schauen, ob früher alles besser war. Wir sind im Jahr 1986. Das Jahr, in dem Ferris Bueller die Schule schwänzt, Def Jam ein Knalleralbum nach dem anderen veröffentlicht und Musikgeschichte geschrieben wird und Nintendo lässt uns zum ersten mal Hyrule besuchen. Ach, und ich wurde geboren. Yeah!

Und alles wurde 2016 ganze dreißig Jahre alt!

Da kann man schon Mal in die Retrospektive gehen. Denn gerade damals, soll ja alles besser gewesen sein. Dann lasst uns zusammen dem allgemeinen und aktuellen 80’s Fetisch frönen und schauen, was in dem guten Jahr 1986 alles passiert ist und 2016 ganze dreißig Jahre alt wurde. So wie ich!

Natürlich war ich zu jung, beziehungsweise noch zu ungeboren um da wirklich zu behaupten, dass miterlebt zu haben. Aber ich finde, vieles davon resoniert bis heute weiter und hat seinen Platz in der Geschichte der Popkultur verdient und hat an seinem Glanz irgendwie nichts verloren, den es im strahlenden (Tschernobylpun) Jahr 1986 hatte. Die Liste ist natürlich nicht vollständig und sowieso subjektiv.

(Ich weiß, dass auch 1986 nicht immer geil war. Ich lasse aber mal die schrecklichen Katastrophen aus dem Jahr weg. Keine explodierende Challengers und Tschernobyls, also)

Also, let’s go to the glorious eighties!

(Disclaimer: In dem Text sind Affiliate Links enthalten. Meine größten Hobbies sind halt Miete bezahlen und Essen kaufen.)

 Musikalben

1986 war defintiv ein gutes Jahr für Def Jam! Drei der Alben, die ich hier vorstelle, wurden von Def Jam veröffentlicht und von Rick Rubin produziert. Ganz schön tüchtig.

Metallica – Master of Puppets

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“Master of Puppets” wird ja allgemein als das ultimative Metalalbum gehandelt. Kommt natürlich darauf an, wen man so fragt. Dieses Jahr hat nämlich auch noch ein anderes Thrash Metal Album hervor getan, welches den Titel vielleicht sogar mehr verdienen würde. Oder beide kommen auf den Thron. Schwierig.

Auf jeden Fall ist “Master of Puppets” angenehmer zum hören. So auf Dauer. Und inhaltlich etwas leichter zu verkraftende, finde ich. Und das ganze Teil ist insgesamt”musikalischer”. Dazu aber gleich noch mehr.

 

Das ganze Album in seiner Gesamtheit handelt von, Geisteskrankheit, Fanatismus, Chtullu, Krieg, Teleevangelisten. Insgesamt ist es  sehr eng und vielschichtig Produziert und hält viele Überraschungen parat, für aufmerksame Zuhörer. Komische Taktarten, Finger Picking, Basslinien von Bach. Sehr großartig.

Ich höre das immer noch sehr gerne. “Welcome Home (Sanitarium) ist mein Liebling vom Album. 2006 haben Metallica auf dem Rock am Ring das komplette Album gespielt. Das habe ich zwar nicht wirklich live vor Ort gesehen. Aber zu Hause auf dem Sofa. Ja, ich weiß. Totally brutal!

Hier der Auftritt:

 

Beasty Boys – Licensed to Ill

Das Album fängt mit einem Drum Sample von “When the Levee Breaks” von Led Zeppelin an! Alleine das ist an und für sich schon eine Kampfansage. Das gesamte Debut Album der Beasty Boys ist ein gesamter Klassiker. Der zweite Song sampled “Walk this way” von Run DMC und vieles mehr. Das Album ist einfach von vorne bis hinten Hip Hop in reinform. Und dann werfen die Jungs auch noch Punk Rock mit rein, weil jeder ja immer ein bisschen was eigenes braucht. “Slow and Low”, “Fight for your right ( to party)”, “Poose in Effect”. Auf dem Song “No Sleep till Brooklyn” spielt Kerry King von Slayer Gitarre. Die ganze Platte ist grandios. Pretty fly, for some white guys!

The Smiths – The Queen is Dead

Morrisey und Johnny Marr waren einfach ein gutes Songwriting Team. Marrs flotte Art und Weise Gitarre zu spielen und Morriseys helle jungenhaft unschuldig anmutende Stimme. Gepaart mit treibenden Bass und Schlagzeug. Das waren “The Smiths”. Dieses Album war ihr drittes Studioalbum und behandelt Themen vom Berühmtsein, Einsamkeit, Nichtverstandenwerden. Also tipp topp Themen für Teenage Angst Menschen jeden Alters. Auch heute noch. Meine Favoriten sind “Bigmouth Strikes Again” (davon gibt es ein fantastischen Cover von Placebo), “I know it’s over” und “The Boy With The Thorn In His Side”. Das Vorgängeralbum gefällt mir jedoch insgesamt etwas besser.

Slayer – Reign in Blood

Kommen wir endlich zu “Reign in Blood” von Slayer. Ich habe eben schon bei Metallica gesagt, dass sie sich den Thron teilen müssen im Reich des Thrash Metal. Wo “Master of Puppets” experimentiert und versucht einen Brücke zwischen hartem Metall und musikalischer Vielfalt zu schlagen, gibt Slayer einfach aufs Maul. Kein einziger Song ist länger als fünf Minuten. Aggressiver, schneller, härter ist die Devise. Inhaltlich sind beide Alben ähnlich vielschichtig und hart. Jedoch kann Slayer immer einen drauf geben. Alleine schon der erste Song handelt einfach mal direkt von Josef Mengele und seinen wahnsinnigen Versuchen an Gefangenen von Ausschwitz. Wegen diesem Liedes wäre das Album dann auch fast nicht veröffentlicht worden. Wenn man nochmal “Master of Puppets” und “Reign in Blood” vergleichen wollte, dann wäre Slayer was für Hardcore Metal Fans bestens geeignet und Metallica für Leute, die man noch an Metal ein bisschen gewöhnen müsste. Ungewöhnlich bei dem Album war, dass es seinerzeit von Def Jam veröffentlicht wurde, die überwiegend Rap Acts unter Vertrag hatten. Bester Song auf dem Album ist “Raining Blood”!

Run-D.M.C. – Raising Hell

Das Album IST Hip Hop Geschichte. Wäre Rap ein Schulfach, müsste dieses Album Pflichtlektüre sein! Das ist alles was ich dazu sage. Einfach anhören!

 

 

 

Natürlich gab es in dem Jahr auch noch weitere ziemlich geile und wichtige Alben von Prince, Queen R.E.M., Depeche Mode, Iron Maiden und Madonna. Die höre ich aber seltener, oder gar nicht (Sorry Madonna!).

 




Die besten Filme von 1986

Das Jahr 1986 hat einige große Klassiker hervorgebracht. Das hier sind so meine liebsten fünf in keiner besonderen Auflistung. Zwei Coming of Age Streifen. Ein bisschen Action natürlich und Comedy.

Ferris Bueller’s Day Off

Dieser Film ist einfach von vorne bis hinten einer der besten Filme, die jemals gemacht wurden. Scheiß auf Citizen Kane und den anderen kunstvollen, metametaphysischen Quatsch. Und hier hat der Titelheld schon die 4th Wall gebrochen, bevor das Deadpool dieses Jahr wieder cool gemacht hat! Hier geht es um “Coming of Age”. Rebellion! Schule schwänzen und Spaß haben! John Hughs’ Meisterwerk, neben dem tollen “Breakfast Club”. Der kam aber ein Jahr früher ins Kino. Egal.

“Ferris Bueller’s Day Off” ist auch heute immer noch ein extrem unterhaltsamer und sehenswerter Film. Und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hat er im Prinzip auch dann die Serie “Parker Lewis: Der coole von der Schule” stark beeinflusst. Oder sogar inspiriert? Naja, hier der Trailer:

Aliens

Der großartige zweite Teil der Alien Reihe ist auch bis heute einer der besten Sci-Fi Actionfilme, die jemals gedreht wurden. Er hat zwar nicht die gleiche klaustrophobische Atmossphäre vom ersten Teil, sondern geht in guter achtzigerjahre Manier mit einem bis an die Zähne bewaffneten Spezialkommando in die Höhle des Löwen und versucht den Xenomorphs zu zeigen wo der Hammer hängt. Was auch positiv auffällt, ist ein angenehm gut spielendes Kind, eine starke Filmheldin (Sigourney Weaver, yeah!) und ein grandioser Show Down. Drehbuch und Regie führten hier James Cameron, der unter anderem schon mit “Terminator” sehr positiv auffiel.

The Transformers: The Movie

Zu diesem Meisterwerk der Animationskunst kann ich so viel sagen: Er ist ein besserer Transformers Film, als die von Michael Bay. Außerdem mit Sprechrollen von Leonard Nimoy und Orson Wells. Sehr cool. Disclaimer: Eventuell nicht für Menschen geeignet, die an Epilepsie leiden. *Bling, bling,bling* Auf jeden Fall ein spaßiger Film mit einem coolen Hair Metal Soundtrack!

 

Blue Velvet

 Der vielleicht noch am angenehmsten anzusehende Film vom weirden David Lynch. Großartig darin: Dennis Hopper! Dieser Film zeigt, dass hinter der paradiesischen Fassade der amerikanischen Suburbs tiefe, tiefe Abgründe verborgen sind. Ein kleiner Vorgeschmack im Prinzip zum einige Jahre später erscheinenden Superserie “Twin Peaks”.

 

 

 Stand by Me

Wenn man mal einen schönen Coming of Age/Road Trip Film und Wil Wheaton, Kiefer Sutherland und River Phoenix als Kiddies sehen will, dem ist “Stand by Me” empfohlen. Eine Stephen King Buchverfilmung über Väter, Verlust und Freundschaft und Abenteuer.

 

 

 



 Die besten Videospiele von 1986

The Legend of Zelda (!!!)

Im glorreichen Jahr 1986 wurde eines der wichtigsten Spiele aller Zeiten veröffentlicht: “The Legend Of Zelda”.

Das erste Spiel zu der Zeit ohne linearer Vorgabe. Anders als Marios Bros. in dem man nicht  anders als nach rechts zu gehen, konnte man in im Zelda Teil tun was man wollte. Also nicht wie in GTA V. Und man konnte seinen Spielstand speichern, was auch keine Selbstverständlichkeit war. Ich muss zugeben, dass ich den ersten Teil noch nie wirklich gespielt habe. Aber ab “Ocarina of Time” eigentlich jeden großen Teil. Und ich bereue nichts. Ich war bei “Ocarina of Time” irgendwann so gut, dass ich das Spiel auf 98% durchspielen konnte. Von Freitagmittag bis Sonntagabend. Das waren Zeiten. 😀

So wie es aussieht, wird der neue Titel, der jetzt 2017 raus kommt auch wieder so werden, dass man einfach in einer fremde SPielwelt geschmissen wird und man sich seinen Weg suchen muss. Spannend!

Metroid

Der erste Teil der Metroidsaga kam auch 1986 heraus. Extrem beeinflusst vom ersten Alienfilm und mit einem Twist am Ende den manche Jungs damals bestimmt mulmig zumute werden ließ. Der Protagonist den man stundenlang spielte, war eine Protagonistin. Bäm! Oder, dass die Titelmusik erst erklingt, nachdem man das Spiel durchgespielt hat und zwischendurch hat keine oder kaum Musik lief. Ziemlich genial. Viele Horror und Science Fiction Spiele der letzten Jahrzehnte war mit Sicherheit auch immer ein Stück von Metroid inspiriert. Zum Beispiel die Dead Space Reihe, erinnert mich immer ein bisschen an die ersten drei Metroid Spiele.

Bisher hatte ich nur Super Metroid gespielt. Ich denke aber, dass der erste Teil auch ziemlich geil ist.


Das wären dann auch schon meine Popkulturperlen aus dem Jahr, in dem ich das Licht der Welt erblicken durfte. Alles auf dieser Liste ist auch nach dreißig Jahren immer noch mehr als relevant. Hip Hop ist immer noch geil. Legend of Zelda geht 2017 in die nächste Runde. Metallica haben mal wieder ein gutes Album veröffentlicht. Und die 80’s selbst sind für die Film- und Fernsehindustrie ein Quell ewiger Freude um mal wieder etwas zu rebooten oder zeitlich dort anzusiedeln. (*hust* Stranger Thing *hust*)

Long live the EIGHTIES!!!!!

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